Allgemein über die Euroregion Pradziad

Die Idee der Annäherung und der Zusammenarbeit zwischen Polen und der Tschechei in der Region Jesioników sowie ersten Kontakte unternahmen die beiden Seiten der Selbstverwaltungsbehörden schon im Jahr 1990. Mit der Initiative des ersten großen Treffens kamen die Behörden Jesenik entgegen, in dem sie am 21. Juni 1991 eine Konferenz an der die Stadt- und Gemeindevertreter des Gebiets Jesenicki sowie der Nachbarstädte und Gemeinden der oppelner und waldenburger Woiwodschaft, teilnahmen. Die Konferenz anerkannte, dass die natürliche Zusammenarbeit der Grenzgebiete, durch die dichte Staatsgrenze und geltende Zollvorschriften, verhindert wird. Diese Hindernisse sollen  durch die Öffnung von neuen Grenzübergängen sowie Vereinfachung der Zollverfahren, bekämpft werden. Auch der Umweltschutz benötigt gemeinsames Unternehmen. Notwendig ist auch die Kontaktfestigung  zwischen den Bewohnern an beiden Grenzseiten, Veranstaltung sowie auch Unterstützung von gemeinsamen Unternehmen im Bereich der Touristik, Sports, Kultur und Bildungswesens. Es wurde anerkannt, dass die Garantie einer Wirtschaftszusammenarbeitsentwicklung direkte Unternehmenskontakte, die durch Veranstaltung von Messen und Wirtschaftsinformationszentren  vereinfacht sein sollte, sind.

Zum krönender Abschluss der langjährigen Bemühungen der Selbstverwaltungsbehörden und der Woiwodschaften  und die Stärkung der fortlaufenden Zusammenarbeit der Selbstverwaltungsbehörden, Schulen, Kulturzentren, Sportvereinen und anderen Gesellschaftsorganisationen  wurde die Unterzeichnung am 2. Juli 1997 in Jesenik des Rahmenvertrags betreffend der Errichtung einer tschechisch - polnischen Euroregion unter dem Namen Pradziad. Der Name kommt vom größten Berggipfel in der Gegend (Praded- 1491 , unter dem Meeresspiegel.). Den Gründungsvertrag der Euroregion Pradziad unterzeichneten die Vereinsvertreter der Entwicklung der Gemeinden des Einzugsgebiets Osobłoga und der Touristischen Union des Landes  Neise von der polnischen Seite sowie fünf tschechischen  Stadt- und Gemeindevereine, aus den Kreisen Bruntal, Jesenik und Sumperk.

Übereinstimmend mit dem Rahmenvertrag, zum Ziel der Euroregion gehört die Unterstützung der Zusammenarbeit von beiden Seiten in der Wirtschaftsentwicklung und Steigerung des Lebensstandards, Raumordnung, Bau und Vorbereitung der grenzüberschreitenden Strukturen, Naturumweltschutz, Vorbeugung der Naturkatastrophen und Liquidation ihrer Folgen, Entwicklung des Kultur- und Touristikaustausches, Pflege des gemeinsamen Kulturerbes, Vereinfachung der zwischenmenschlichen Kontakte, der Gesellschafts- und humanitären Hilfe.

Die  Organen der Euroregion bilden das Parlament und Präsidium der Euroregion. Zu der Besetzung der Euroregion - des Größten Euroregionorgans - gehörten am Anfang 15 Delegierten aus jedem Volksteil. Zur Zeit sind das 20 Delegierte aus dem polnischen Teil und 18 aus dem tschechischen Teil. Jede Seite wählt zwischen Ihren Delegierten einen Vorsitzenden und zwei Vizevorsitzende aus. Sie werden automatisch zu Mitgliedern des Präsidiums der Euroregion, das die  laufenden Tätigkeit der Euroregion führt und es nach außen repräsentiert.